Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Stand: 6. August 2026
§ 1 Geltungsbereich und Anbieter
(1) Diese AGB gelten für Verträge zwischen dem Anbieter und Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB über die Nutzung der Anwendung „Finavero" (Web-App, Desktop-App und Mobile-Apps) sowie damit verbundene kostenpflichtige Leistungen. Vertragspartner sind du („Kunde") und
Dennis Dahmen
Daniel-Wierz-Str. 12, 53919 Weilerswist, Deutschland
E-Mail: info@finavero.de (nachfolgend „Anbieter").
(2) Es gelten ausschließlich diese AGB. Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ausdrücklich zu.
§ 2 Vertragsgegenstand / Leistungsbeschreibung
(1) Finavero ist ein Software-Werkzeug zur privaten Finanz-, Haushalts- und Steuer-orientierung. Es unterstützt bei der Erfassung von Einnahmen/Ausgaben, Budgets, Rücklagen, Investments sowie bei unverbindlichen Steuer- und Rücklagen-Schätzungen.
(2) BYOS (Bring Your Own Storage): Die Finanzdaten des Kunden werden lokal auf seinem Gerät und – sofern aktiviert – in seinem eigenen Cloud-Speicher (OneDrive, Google Drive oder – auf Apple-Geräten – Apple iCloud) gespeichert. Der Anbieter speichert keine Finanz-/Buchungsdaten des Kunden auf eigenen Servern.
(3) Es bestehen folgende Varianten: Free (kostenlos, eingeschränkt), Home und Pro (einmaliger Kauf, dauerhafte Nutzung des erworbenen Funktionsumfangs) sowie das Zusatzpaket Cloud (Abonnement für die Cloud-Synchronisation). Der jeweils konkrete Funktions- und Leistungsumfang ergibt sich aus der Produktbeschreibung zum Zeitpunkt des Kaufs.
§ 3 Vertragsschluss; räumlicher Geltungsbereich
(1) Die Darstellung der Produkte stellt kein bindendes Angebot dar. Durch Anklicken des mit „Zahlungspflichtig bestellen" beschrifteten Buttons und Abschluss des anschließenden Bezahlvorgangs beim Zahlungsdienstleister gibt der Kunde ein verbindliches Angebot ab.
(2) Der Vertrag kommt zustande, sobald der Anbieter die Bestellung bestätigt oder den erworbenen Funktionsumfang freischaltet, je nachdem, welches Ereignis zuerst eintritt. Die Freischaltung erfolgt in der Regel unmittelbar nach erfolgreicher Zahlungsbestätigung durch den Zahlungsdienstleister.
(3) Das kostenpflichtige Angebot richtet sich derzeit ausschließlich an Verbraucher mit Wohnsitz in Deutschland. Ein Vertragsschluss mit Kunden außerhalb Deutschlands ist zurzeit nicht vorgesehen; der Anbieter behält sich vor, entsprechende Bestellungen abzulehnen. (Die Free-Variante ist hiervon unberührt.)
§ 4 Preise und Zahlung
(1) Alle Preise sind Endpreise in Euro und verstehen sich inkl. der gesetzlichen Umsatzsteuer.
(2) Die Zahlungsabwicklung erfolgt über den Dienstleister RevenueCat (Web Billing) bzw. den Zahlungsdienstleister Stripe; in den Mobile-Apps über den jeweiligen App-Store. Es gelten ergänzend deren Bedingungen für die Zahlungsabwicklung.
§ 5 Nutzungsrechte / Lizenz
(1) Mit vollständiger Zahlung erhält der Kunde ein einfaches, nicht übertragbares Recht zur Nutzung des erworbenen Funktionsumfangs für eigene Zwecke. Einmalkäufe (Home/Pro) gelten dauerhaft; das Cloud-Paket gilt für die jeweilige Abolaufzeit.
(2) Eine Lizenz ist auf den mit demselben Konto angemeldeten Geräten des Kunden nutzbar (bis zu 5 Geräte). Weitergabe, Vervielfältigung oder Weiterverkauf der Software sind nicht gestattet.
(3) Cloud-Abo monatlich: Laufzeit ein Monat, verlängert sich automatisch um jeweils einen weiteren Monat, wenn es nicht vor Ablauf der laufenden Periode gekündigt wird.
(4) Cloud-Abo jährlich: Erstlaufzeit ein Jahr. Nach Ablauf der Erstlaufzeit verlängert sich das Vertragsverhältnis auf unbestimmte Zeit. Es kann anschließend jederzeit mit einer Frist von einem Monat gekündigt werden (§ 309 Nr. 9 BGB); eine Kündigung vor Ablauf der Erstlaufzeit ist mit einer Frist von einem Monat zum Ende der Erstlaufzeit möglich.
(5) Das Cloud-Lifetime-Paket ist ein Einmalkauf ohne laufende Zahlungspflicht und daher nicht kündigungspflichtig. „Lifetime" bedeutet: Die Cloud-Synchronisation wird ohne weitere Zahlung für die Dauer bereitgestellt, in der der Anbieter den Cloud-Sync-Dienst allgemein anbietet – nicht die Lebenszeit des Kunden. Der Anbieter garantiert eine Mindestbereitstellung von 24 Monaten ab Kauf. Stellt der Anbieter den Dienst vor Ablauf dieser 24 Monate ein, erstattet er den Kaufpreis zeitanteilig (§ 10 Abs. 3). Die Cloud-Synchronisation setzt zudem die Verfügbarkeit der Schnittstellen der von dir gewählten Cloud (Microsoft OneDrive, Google Drive bzw. Apple iCloud) voraus; auf deren Fortbestand hat der Anbieter keinen Einfluss.
(6) Kündigung des Cloud-Abos: Das monatliche Cloud-Abo kannst du jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungsmonats kündigen. Für das jährliche Cloud-Abo gilt Abs. 4: Kündigung während der Erstlaufzeit mit einer Frist von einem Monat zum Ende der Erstlaufzeit, nach der Erstlaufzeit jederzeit mit einer Frist von einem Monat. Du kannst kündigen – entweder sofort selbst über das Kundenportal unseres Zahlungsdienstleisters ("Abo verwalten" in den Einstellungen) oder über unsere Kündigungsseite (auch ohne Anmeldung nutzbar, § 312k BGB). Nach der Kündigung endet die Cloud-Funktion zum angegebenen Zeitpunkt, die übrigen erworbenen Funktionen (Home/Pro) bleiben unverändert erhalten.
§ 6 Widerrufsrecht
Verbrauchern steht ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Einzelheiten und das Muster-Widerrufsformular findest du in unserer Widerrufsbelehrung.
Bei digitalen Inhalten (Home, Pro, Cloud-Lifetime – Einmalkauf mit Sofort-Freischaltung) erlischt das Widerrufsrecht, wenn der Kunde ausdrücklich zustimmt, dass mit der Ausführung vor Ablauf der Widerrufsfrist begonnen wird, und seine Kenntnis vom Verlust des Widerrufsrechts bestätigt.
Bei der Cloud-Synchronisation als laufender Dienstleistung (Abo monatlich oder jährlich) erlischt das Widerrufsrecht nicht allein durch den Beginn der Ausführung. Verlangt der Kunde ausdrücklich den vorzeitigen Beginn und widerruft er anschließend, kann er nach Maßgabe von § 357a BGB Wertersatz für die bis zum Widerruf erbrachte Leistung schulden.
Für die Ausübung steht eine elektronische Widerrufsfunktion zur Verfügung; die Nutzung des Muster-Widerrufsformulars ist ebenfalls möglich, aber nicht vorgeschrieben.
Freiwillige 30-Tage-Geld-zurück-Möglichkeit: Unabhängig vom gesetzlichen Widerrufsrecht gewährt der Anbieter (Dennis Dahmen) freiwillig eine Geld-zurück-Möglichkeit für die Einmalkäufe Home und Pro. Die Frist beträgt 30 Tage ab Vertragsschluss. Zur Ausübung genügt eine eindeutige Erklärung per E-Mail an info@finavero.de unter Angabe des verwendeten Kundenkontos und der Bestellung. Die Erstattung erfolgt über das ursprünglich verwendete Zahlungsmittel. Bei Käufen über einen App-Store (Apple, Google) richtet sich die Erstattung nach den Bedingungen des jeweiligen Stores; der Anbieter unterstützt in diesem Fall bei der Abwicklung. Gesetzliche Widerrufs- und Mängelrechte bleiben unberührt und werden durch diese freiwillige Zusage nicht eingeschränkt.
§ 7 Keine Steuer-, Rechts- oder Finanzberatung
(1) Finavero ist ein Selbsthilfe- und Orientierungswerkzeug. Es rechnet ausschließlich auf Basis der Eingaben des Kunden sowie der in der Software hinterlegten Berechnungsannahmen und liefert unverbindliche Schätzungen. Die Ergebnisse sind keine Steuerberechnung des Finanzamts und keine Steuererklärung. Gesetzliche Haftungs- und Mängelrechte bleiben unberührt.
(2) Finavero erbringt keine Steuerberatung im Sinne des Steuerberatungsgesetzes, keine Rechtsdienstleistung und keine Anlage-/Finanzberatung. Die Ergebnisse ersetzen nicht die Beratung durch einen Steuerberater, Rechtsanwalt oder eine andere fachkundige Person. Für steuerliche Erklärungen gegenüber Behörden ist allein der Kunde verantwortlich.
§ 8 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
(3) Die in den Absätzen 1 und 2 geregelten Haftungsmaßstäbe gelten auch für Schäden im Zusammenhang mit Berechnungen und Schätzungen (siehe § 7). Keine Haftung besteht, soweit ein Schaden ausschließlich auf unrichtigen oder unvollständigen Eingaben des Kunden oder auf einer Nutzung der Ergebnisse entgegen den deutlich erkennbaren Hinweisen beruht und der Anbieter dies nicht zu vertreten hat.
(4) Für Datenverluste haftet der Anbieter nach den Maßstäben der Absätze 1 und 2. Der Kunde ist gehalten, seine Daten regelmäßig zu sichern (die App bietet hierfür Backup-/Export- Funktionen). Beruht ein Datenverlust darauf, dass eine vom Anbieter bereitgestellte Backup-, Export- oder Synchronisationsfunktion fehlerhaft war, bleibt die Haftung des Anbieters hiervon unberührt.
(5) Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt. Unberührt bleibt ebenso die Haftung wegen arglistigen Verschweigens eines Mangels sowie aus der Übernahme einer Garantie.
§ 9 Verfügbarkeit
Der Anbieter gewährleistet keine ununterbrochene Verfügbarkeit. Vorübergehende Einschränkungen können insbesondere durch erforderliche Wartungsarbeiten, Sicherheitsmaßnahmen oder Störungen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters entstehen (z. B. Hosting, Cloud-Speicher, Zahlungsdienstleister). Da die Finanzdaten lokal bzw. in der eigenen Cloud des Kunden liegen, bleibt der Zugriff auf diese Daten hiervon weitgehend unberührt. Gesetzliche Rechte des Kunden bei unterbliebener Bereitstellung oder bei Mängeln bleiben unberührt.
§ 10 Kündigung durch den Anbieter / Geschäftsaufgabe
(1) Der Anbieter kann das Angebot (Web-App, Desktop-App, Mobile-App, Cloud-Sync) mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende einstellen. Gründe hierfür können ausschließlich sein: die Aufgabe des Geschäftsbetriebs, der dauerhafte Wegfall einer für den Betrieb erforderlichen Leistung Dritter (z. B. Ende einer Cloud- oder Zahlungsschnittstelle) oder rechtliche bzw. behördliche Vorgaben, die den Weiterbetrieb unzulässig oder unzumutbar machen. Der Anbieter informiert betroffene Kunden rechtzeitig per E-Mail und durch einen deutlichen Hinweis in der App.
(2) Home und Pro (Einmalkauf): Bereits erworbene Lizenzen bleiben von einer Einstellung unberührt; die Software bleibt auf den Geräten des Kunden nutzbar. Der Anbieter wird vor Einstellung des Betriebs eine Aktualisierung bereitstellen, die eine dauerhafte Nutzung ohne fortlaufende Online-Lizenzprüfung ermöglicht. Ist dies aus technischen Gründen ausnahmsweise nicht möglich, erstattet der Anbieter den Kaufpreis anteilig für den nicht mehr nutzbaren Zeitraum, mindestens jedoch für 24 Monate ab Kauf.
(3) Cloud-Lifetime: Wird der Cloud-Sync-Dienst vor Ablauf der in § 5 Abs. 5 zugesagten Mindestbereitstellung von 24 Monaten eingestellt, erstattet der Anbieter den Kaufpreis zeitanteilig für die nicht bereitgestellte Restzeit. Eine Fortführung der Cloud-Synchronisation ohne Anbieter-Infrastruktur wird nicht zugesagt; die lokal und in der eigenen Cloud des Kunden gespeicherten Daten bleiben über die Backup-/Export-Funktion zugänglich.
(4) Cloud-Abo (monatlich/jährlich): Der Anbieter erstattet den bereits gezahlten, zum Zeitpunkt der Einstellung noch nicht genutzten Zeitraum anteilig.
(5) Gesetzliche Gewährleistungs-, Mängel- und Beendigungsrechte sowie ein bereits entstandenes Widerrufsrecht bleiben von dieser Regelung unberührt. Die Aufgabe des Gewerbes ändert nichts an der persönlichen Haftung des Anbieters für bereits geschlossene Verträge.
§ 10a Gesetzliche Rechte bei digitalen Produkten
(1) Für digitale Produkte gelten die gesetzlichen Vorschriften der §§ 327 ff. BGB. Der Anbieter stellt während des gesetzlich maßgeblichen Zeitraums die zur Erhaltung der Vertragsmäßigkeit erforderlichen Aktualisierungen einschließlich Sicherheitsaktualisierungen bereit und informiert den Kunden hierüber.
(2) Gesetzliche Mängelrechte bleiben unberührt. Ist das digitale Produkt mangelhaft, kann der Kunde nach Maßgabe der §§ 327i ff. BGB Nacherfüllung verlangen, den Vertrag beenden oder den Preis mindern.
(3) Änderungen des digitalen Produkts über das zur Erhaltung der Vertragsmäßigkeit erforderliche Maß hinaus nimmt der Anbieter nur aus triftigen Gründen und nach Maßgabe des § 327r BGB vor. Triftige Gründe sind insbesondere: Anpassungen an neue technische Umgebungen (Betriebssysteme, Browser, Gerätegenerationen), an geänderte rechtliche oder behördliche Vorgaben, an Sicherheitsanforderungen sowie an geänderte oder eingestellte Leistungen und Schnittstellen von Drittanbietern (z. B. Cloud-Speicher-, Zahlungs- oder Kursdatendienste). Die Änderung ist für den Kunden kostenfrei; über sie wird klar und verständlich informiert. Beeinträchtigt eine Änderung die Zugriffs- oder Nutzungsmöglichkeit des Kunden mehr als nur unerheblich, informiert der Anbieter rechtzeitig vorab auf einem dauerhaften Datenträger; dem Kunden stehen dann die gesetzlichen Beendigungsrechte (§ 327r Abs. 3 und 4 BGB) zu.
§ 11 Datenschutz
Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten enthält die Datenschutzerklärung.
§ 12 Änderungen der AGB
(1) Rein rechtlich notwendige Anpassungen (z. B. wegen geänderter Rechtslage oder behördlicher Vorgaben) sowie Änderungen, die ausschließlich vorteilhaft für den Kunden sind (z. B. zusätzliche kostenlose Funktionen), kann der Anbieter mit Wirkung für die Zukunft vornehmen und informiert den Kunden hierüber in geeigneter Weise (z. B. In-App-Hinweis oder E-Mail).
(2) Alle anderen Änderungen dieser AGB – insbesondere solche, die den Leistungsumfang zulasten des Kunden einschränken oder die Preise erhöhen – teilt der Anbieter dem Kunden mit angemessenem Vorlauf (mindestens sechs Wochen vor dem geplanten Inkrafttreten) in Textform mit und bedürfen der ausdrücklichen Zustimmung des Kunden. Bloßes Schweigen oder die bloße Weiternutzung der App gelten nicht als Zustimmung. Stimmt der Kunde nicht zu, gilt der Vertrag zu den bisherigen Bedingungen fort; dem Kunden steht daneben ein kostenfreies Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt des geplanten Inkrafttretens der Änderung zu.
§ 13 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Wohnsitzstaates des Kunden bleiben unberührt.
(2) Der Anbieter ist nicht verpflichtet und nicht bereit, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen (§ 36 VSBG).
(3) Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.